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Belastungs-EKG

Ein Belastungs- EGK ist ein Elektrokardiogramm, dass bei Belastung – das heißt unter körperlicher Aktivität – durchgeführt werden.

Die Belastung wird dabei durch körperliche Arbeit mittels Laufband oder Fahrrad-Ergometer erzeugt. Je nach Watt-Zahl entspricht die Belastung dabei normalem Gehen bis hin zu schnellem Radfahren oder Jogging.

Mittels Belastungs-EKG wird die Arbeitsleistungsfähigkeit des Herzens überprüft, wobei auftretende Veränderungen registriert und später ausgewertet werden können.

Das Verfahren

Beim Belastungs- EKG werden Elektroden auf die Haut im Bereich des Herzens geklebt, die die Herzaktion messen.Vor Beginn der Belastung wir zunächst ein Ruhe-EKGgeschrieben und der Ruhepuls sowie der Blutdruck vor Belastung werden bestimmt.
Anschließend wird beispielsweise auf einem Fahrrad-Ergometer gefahren. Dabei wird die Watt-Zahl, also die Belastung, kontinuierlich in regelmäßigen Abständen von zwei Minuten erhöht. Neben der Aufzeichnung des EKGs werden gleichzeitig Puls und Blutdruck gemessen, um weitere wertvolle Hinweise auf die Leistungsfähigkeit des Herzens zu erhalten.
Auch in der Erholungsphase nach Beendigung der Belastung werden EGK und Blutdruck noch weiterhin für bis zu zehn Minuten regelmäßig etwa alle zwei Minuten erfasst.


Ein Belastungs-EKG wird empfohlen beziehungsweise ist erforderlich bei folgenden Gesundheitsrisiken beziehungsweise Erkrankungen

  • Abklärung von Brustschmerzen (Angina pectoris inklusive vasospastische Angina pectoris) bei myokardialen Ischämien (Minderdurchblutungen) bei koronarer Herzkrankheit
  • Bei Patienten mit kardialen Risikofaktoren, z.B. bei Verdacht auf Koronare Herzkrankheit, arterielle Hypertonie(Bluthochdruck)
  • Nach Myokardinfarktzur Beurteilung von Prognose, körperlicher Aktivität, Medikation und kardialer Rehabilitation
  • Nach Revaskularisation – Wiederherstellen der Durchblutung – durch interventionelle Techniken oder aortokoronarer Bypass-Operation zur Beurteilung einer Restischämie (verbleibende Minderdurchblutung)
  • Erfassung der körperlichen Belastbarkeit (physikalische Leistungskapazität)
  • Untersuchung von asymptomatischen Männern > 40 Jahre bzw. Frauen > 50 Jahren vor körperlichem Training
  • Bei Berufen, bei denen eine Erkrankung Einfluss auf die öffentliche Sicherheit hat (z.B. Busfahrer, Piloten)
  • Bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen, bei denen die Arrhythmien oft erst unter Belastung auftreten (z.B. ventrikuläre Tachykardien bei arrhythmogenen rechtsventrikulären Erkrankungen, koronare Herzkrankheit)
  • Nachweis unerwünschter proarrhythmischer Effekte – Verstärkung von Rhythmusstörungen einer antiarrhythmischen Therapie